Das Jüdische Museum lädt ein zu dieser Veranstaltung im Rahmen des Queer History Month:

In der Weimarer Republik war die Nachbarschaft rund ums Jüdische Museum Berlin (JMB) – neben anderen Orten in Berlin – für ihr ausschweifendes queeres Kultur- und Nachtleben bekannt. Magnus Hirschfeld eröffnete mit dem weltweit ersten Institut für Sexualwissenschaft am Tiergarten einen safe space für homosexuelle und trans* Personen. Es wurde von den Nazis als „jüdisch“ diffamiert, gewaltsam geschlossen und zerstört. Mit der zunehmenden Entrechtung und Verfolgung durch die Nationalsozialisten wurden viele, auch jüdische Protagonist*innen der Community in Lager deportiert oder mussten emigrieren.

Zusammen mit dem amerikanischen Autor und Podcaster Eric Marcus holen wir an diesem Abend ihre Stimmen zurück nach Berlin und hören Zeitzeug*innen-Interviews, die im Rahmen von Marcus’ Podcast Making Gay History entstanden sind. Im Anschluss sprechen Eric Marcus, die Literaturwissenschaftlerin Janin Afken und Historiker*in Kai* Brust über die Herausforderungen, die die Recherche von LGBTQIA*-Biografien in Archiven und Museumssammlungen mit sich bringt.

Wie können wir unterschiedliche und miteinander verknüpfte Verfolgungserfahrungen rekonstruieren? Ist die heute verbreitete Bezeichnung „queer“ für die historische Analyse angemessen? Und wie lassen sich lesbische, schwule und trans* Lebensgeschichten überhaupt in Archiven finden, die diese durch ihre Ordnungen oft unsichtbar machen?

Die Panelist*innen sind:

Janin Afken, Kai* Brust und Eric Marcus

Wann: Di, 12. Mai 2026, 19 Uhr

Ort: W. M. Blumenthal Akademie, Klaus Mangold Auditorium
Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin (gegenüber dem Museum)

Barriereinfo: 

Der Vorplatz des Akademiegebäudes ist gepflastert. Falls Sie Selbstfahrer*in sind, ist der Weg zum Eingang für Sie nicht barrierefrei. Im Gebäude der W. Michael Blumenthal Akademie sind alle öffentlich zugänglichen Räumlichkeiten barrierefrei erreichbar. Die Veranstaltung findet in englischer Lautsprache statt.