Archiv- und Geschichtsworkshop im Rahmen des Queer History Month 2026
Dieser Workshop bietet Einblick in ein sogenanntes freies Archiv und dessen oft prekäre Aufbewahrungsbedingungen, die den Zugang zu und die Bewertung von historischen Quellen widerspiegeln. Ausgehend von dem Motto der lesbischen Bewegung in den 70er Jahren, dass ihre Geschichte verloren geht, wenn sie sie nicht selbst bewahrt, diskutieren wir Fragen zum Wissen, das in den Archiven von Gegenbewegungen gesammelt ist, wobei das freie Archiv durch Fatima El-Tayebs Begriff des transformativen Archivs ergänzt und kontrastiert wird. Wie wird die Idee einer eigenen Geschichte verkompliziert, wenn Perspektiven herangezogen werden, die nicht mit der größeren Erzählung übereinstimmen? Welche Geschichte finden wir in einer Sammlung eklektischer Materialien? Was macht einen gegenwartsorientierten Archivpraxis?
Angeleitet wird dieser Workshop von Wassan Ali vom Spinnboden. Wassan hat in den vergangenen Jahren verschiedene Projekte im Spinnboden realisiert, u.a. Lesbisch-queere Geschichte goes Mitte – Erinnerung aus intersektionaler Perspektive und Geschichte bewahren, Geschichte im Entstehen
Geschlossene Gruppe, keine Anmeldung möglich
Wann: Mi.06.05, 10- 13 Uhr
Ort: Spinnboden Lesbenarchiv & Bibliothek e.V., Anklamer Str. 38, 10115 Berlin, 2. Hinterhof, 3. Aufgang, 2. Stock
Barriereinfo: rollizugänglich via Fahrstuhl und Rampe; leider keine barrierefreie Toilette


