Im Fokus des circa 3-stündigen Workshops steht die Auseinandersetzung mit einer autobiografischen Quelle aus dem Jahr 1991, verfasst von einer lesbischen trans Frau. In dieser setzt sie sich mit Ausgrenzung, Toleranz und Akzeptanz auseinander. Wie wurden und werden trans Frauen in queeren Räumen aufgenommen und welche Erfahrungen formten ihre Identität? Wie hängen Sexualität und Geschlechtsidentität zusammen? Welche Erfahrungen machten „lesbische Transen“ in der Wendezeit? Wie können Ausgrenzung, Toleranz und Akzeptanz von der Vergangenheit bis zur heutigen Zeit im Bezug auf queere Lebensrealitäten nachvollzogen werden? Mit diesen und weiteren Fragen wollen wir uns näher beschäftigen.
* Titelerläuterung: Die Bezeichnung „Lesbische Transen“ ist eine Selbstbezeichnung von Nadja Schallenberg aus der Quelle, mit der wir im Workshop arbeiten. Viele der historisch für und von trans Menschen genutzten Bezeichnungen (z.B. auch „Transvestiten“ oder „Transsexuelle“) sollten heutzutage nur in ihrem Kontext als Quellenbegriffe oder als Selbstbezeichnungen genutzt werden. Aber nicht als Bezeichnungen für gegenwärtige trans Menschen. Wir glauben aber, dass sie als Teil queerer Geschichte nicht tabuisiert, sondern in Ihrem Kontext diskutiert werden sollten. Wir laden alle Interessierten dazu ein, dass gemeinsam mit uns im Workshop zu tun. Rückfragen können gern auch an lou.kern@fu-berlin.de geschickt werden.
Veranstaltet von: DFG-Forschungsprojekt „Historisches Lernen durch Queere Geschichte“ mit Lou Kern, Jonah Reimann und Pia Martens
Anmeldung unter: lou.kern@fu-berlin.de
Wann: 11.Mai, 16-19 Uhr
Ort: Spinnboden Lesbenarchiv & Bibliothek e.V., Anklamer Str. 38, 10115 Berlin, 2. Hinterhof, 3. Aufgang, 2. Stock
Barriereinformationen: rollizugänglich via Fahrstuhl und Rampe; leider keine barrierefreie Toilette


