Zeitzeugengespräch mit Peter Rausch, Mitbegründer der HIB (Homosexuelle Interessengemeinschaft Berlin)

Über die Anfänge der LGBTIQ-Selbstorganisation in der DDR der 1970er Jahre kann Peter Rausch als einer der Protagonisten aus erster Hand berichten. Er gründete 1973 mit Bekannten die Homosexuelle Interessengemeinschaft Berlin (HIB). Sie wollten die gesellschaftliche Akzeptanz für Schwule und Lesben verbessern, Beratungen und Kommunikation für sie anbieten. Die DDR-Behörden behinderten die Arbeit der HIB. LGBTIQ wie Peter Rausch entsprachen nicht dem sozialistischen Familienideal der DDR und wurden diskriminiert, auch wenn schwule Männer nicht mehr strafrechtlich verfolgt wurden. Vor und nach dem Mauerfall engagierte und engagiert Peter Rausch sich ehrenamtlich beim Sonntags-Club, einem Beratungs-, Informations- und Kommunikationszentrum der Szene. 

Im Queer History Month bietet die Stiftung Berliner Mauer am 3. Mai 2026 ein öffentliches Zeitzeugengespräch mit Peter Rausch inklusive Vorab-Führung durch die Gedenkstätte Berliner Mauer an.

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist erforderlich.

3. Mai 2026

14 Uhr bis 16.45 Uhr, 15 Minuten Pause

Anmeldung über LGBTIQ-Aktivismus in Ost-Berlin: Anmeldung für Veranstaltung | Stiftung Berliner Mauer

 max. 20 Personen

Video-Interview mit Peter Rausch (10:11 Min): https://www.youtube.com/watch?v=2qkz3DnSh8s

Besucherzentrum der Stiftung Berliner Mauer, Studio im Erdgeschoss, Bernauer Straße 119, 13355 Berlin (S-Bahnhof Nordbahnhof)

Die Führung findet in barrierearmen Gelände statt. Das Gespräch findet in einem barrierefreien Raum statt. Beides findet in deutscher Lautsprache statt.

Bild: Peter Rausch (3. v. l.) mit anderen Aktivist:innen bei den Weltfestspielen der Jugend und Studenten in Ost-Berlin, 1973